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Kickstart „Profit First“

Kickstart „Profit First“


Seine großartige Wirkung verdankt „Profit First“ der Einfachheit und den fast schon banalen Grundsätzen,  auf die es aufbaut.

In diesem Artikel erfährst du den Grundgedanken von „Profit First“, und welche drei Schritte du heute setzen kannst, um sofort zu starten.

Profit First ist ein Cash-Management-System (und ein großartiges Buch!), das vom Unternehmer und Business-Experten Mike Michalowicz entwickelt wurde.

Viele Unternehmer*innen und Selbständige denken, sie könnten nicht mit Geld umgehen, sie seien keine Zahlenmenschen.

Das Geld, das sie einnehmen, fließt ihnen regelrecht durch die Finger.

Der Unternehmer / die Unternehmerin selbst muss sich meist mit dem erbärmlichen Rest begnügen, der übrig bleibt, nachdem alle anderen Rechnungen bezahlt sind.

Erinnerst du dich an den Moment, als du das erste Mal daran dachtest, dich selbständig zu machen? Welches Bild hattest du davon? Welchen Wunsch?

Waren Unabhängigkeit und finanzielle Entspannung vielleicht ein Teil deines Bildes?

Falls du diese Frage mit JA beantwortest haben wir, solltest du es bisher noch nicht erreicht haben, ein gemeinsames Ziel!

Starten wir mit einem Überblick darüber, wie „Profit First“ funktioniert:

Die Gewinnformel

Die übliche Formel für Gewinn lautet:
„Einnahmen – Ausgaben = Gewinn“

Profit First dreht die Formel um:
„Einnahmen – Gewinn = Ausgaben“

Diese kleine Änderung in der Reihenfolge macht einen großen Unterschied.
Das Primacy-Prinzip besagt, dass das, was zuerst kommt, den größten Fokus erhält.  

Da Gewinn unendlich wichtig für dein Unternehmen ist, um Rücklagen zu bilden, und vor allem, um dem Unternehmer / der Unternehmerin Gutes zu tun, MUSS der Fokus darauf liegen, Gewinn zu machen, UND den Gewinn zuerst zu entnehmen, BEVOR der Rest bezahlt wird.

 

Die Aufteilungsprozentsätze

Nachdem du deinen Startpunkt feststellst und bewusst Ziele für dein Unternehmen setzt, erarbeitest du eine Strategie für deine Finanzen.

Dafür werden Prozentsätze für die einzelnen Bereiche festgelegt:

  • Gewinn (5%)
  • Unternehmergehalt (50%)
  • Steuern (15%)
  • Sonstige Kosten / Ausgaben (30%)

Die  Aufteilungs-Prozentsätze in Klammer sind die im Buch empfohlenen Ziel-Prozentsätze für kleine Unternehmen.
Abhängig davon, wie dein Unternehmen aufgebaut ist,  wie bisher gewirtschaftet wurde, und von der jeweiligen steuerlichen Situation können dies Prozentsätze variieren oder komplett anders sein als die vorgeschlagenen Anteile.


Die Bankkonten

 

Das Kernstück des Systems sind Bankkonten, so wie derzeit dein Firmenkonto der Dreh- und Angelpunkt deiner Unternehmensfinanzen ist.

 

Als Profit-First-Unternehmer wirst du künftig zumindest folgende Bankkonten haben:

 

  • Einnahmen
  • Gewinn
  • Unternehmergehalt
  • Steuern
  • Sonstige Kosten / Ausgaben

 

Diese Konten können als Giro- oder als Tagesgeld-(Spar-)Konten organisiert sein.


Dein Workflow

An fix geplanten Tagen, nach einem bestimmten Rhythmus, teilst du deine gesamten Einnahmen, die sich auf dem Einnahmen-Konto gesammelt haben auf:


  1. Gewinn: Überweise ZUERST den festgelegten Betrag auf das Gewinn-Konto und rühre diesen Betrag nicht mehr an!
  2. Unternehmergehalt: Überweise den festgelegten Betrag auf diese Konto. An fixen Tagen bezahlst du dir davon dein Gehalt.
  3. Steuern:  Überweise den festgelegten Betrag auf das Steuer-Sammelkonto. Wenn die Benachrichtigung  vom Finanzamt oder die Aufforderung von deinem Buchhalter/Steuerberater kommt, deine Steuern zu bezahlen, bist du vorbereitet – das fühlt sich großartig an!
  4. Sonstige Ausgaben: Überweise zuerst den festgelegten Betrag auf dein Ausgaben-Konto.
  5. Dann bezahlst du davon alle fälligen Rechnungen.

Ich konnte ihn hören. Deinen Aufschrei: „Oh mein Gott, das geht sich doch nicht aus! Was mache ich, wenn auf dem Ausgaben-Konto nicht genug Geld ist, um alles zu bezahlen?“

Darum ist es zuerst einmal wichtig, behutsam und vorsichtig vorzugehen. Um von deinen aktuellen Aufteilungsprozentsätzen (die du unbewusst bisher verwendet hast) zu den Zielprozentsätzen zu gelangen, braucht es Zeit, einen konkreten Plan und Durchhaltevermögen.

Du kannst deine Ausgaben nicht über Nacht von 60% auf 30% senken.

Aber du wirst es schaffen, sie im ersten Quartal z.B. von 60% auf 59% zu senken.

Wenn die Aufteilung einmal festgelegt ist, ist es wichtig, dich daran zu halten, und dich nicht selbst zu betrügen.

Wenn dann, nach behutsamer Überlegung und guter Planung dennoch auf dem Ausgaben-Konto zu wenig Geld ist, um alle Rechnungen zu bezahlen, hast du einen sehr wichtigen, großartigen, doch wirklich schmerzvollen Punkt erreicht:

Dein Unternehmen spricht mit dir

Das ist untertrieben. Es brüllt dich an: „Das kann ich mir nicht leisten! Streiche unnötige Ausgaben!!!“

Und genau das ist es, was du im nächsten Schritt machen wirst. Wieder behutsam und geplant.

Ausgaben zu streichen, an die man sich gewöhnt hat, tut weh.

Anfangs kann es sich anfühlen, als sei es unmöglich, denn jede einzelne Ausgabe ist notwendig, um zu arbeiten – richtig?

Jetzt entfaltet „Profit First“ seine Magie

Dadurch, dass du dich darauf konzentrierst, Gewinn zu machen, dich selbst gut zu bezahlen (Unternehmergehalt) und für die Gemeinschaft zu sorgen (Steuern), wirst du dazu gezwungen, kreativ zu sein und effizienter zu wirtschaften.

Einerseits erfährst du bewusst gewählte Knappheit, aber auch eine nie dagewesene (finanzielle) Sicherheit und Freude über die vollen Rücklagenkonten.

Du wirst nach günstigeren Möglichkeiten für eine Ausgaben suchen, und ich verspreche dir, du wirst sie finden!

Noch ein Wort zum Rhythmus

Unser Gehirn kann Rhythmen und wiederkehrende Muster erkennen.

Wenn du im Urlaub einmal länger am Strand gesessen bist, um den Sonnenuntergang zu beobachten, hast du vielleicht unbewusst die Wellen beobachtet. Mit der Zeit konntest du die Wellenbewegungen, die Stärke der Wellen voraussagen, ohne darüber nachzudenken.

Genau so ist das mit den Geldströmen in deinem Unternehmen.

Geld fließt dir zu, und fließt wieder weg, vieles davon wiederholt sich monatlich, einige Einnahmen und Ausgaben wiederholen sich jährlich.

Wenn du deine Verteilungen, deine Überweisungen REGELMÄSSIG machst, wirst du unbewusst genau diese Muster erkennen, es wird dich entspannen und dir helfen, ein Gefühl für deine Geldströme zu entwickeln.

Profit First gibt als „Finanz-Tag“ jeweils den 10. und 25. Tag jedes Monats vor.  Wenn es für dein Unternehmen passt, kannst du diesen Rhythmus übernehmen, oder deinen eigenen Rhythmus finden. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.

War das alles?

Der Prozess ist im Grunde simpel, einfach umzusetzen und vor allem sehr gut verständlich.

ABER: Es ist nicht immer leicht und du brauchst einen Plan für den Moment, an dem du am liebsten aufgeben möchtest.

Über die Grundlagen, die Prinzipien, die dem System zugrunde liegen, wurde ein ganzes Buch geschrieben.

Wenn du „Profit First“ ernsthaft umsetzen möchtest, wenn du jetzt und für immer vor hast, rentabel zu wirtschaften, lege ich es dir ans Herz: Lies das Buch.

Die ersten drei Kapitel der deutschen Ausgabe habe ich als Geschenk für dich vorbereitet, du findest sie hier: Leseprobe „Profit First“

So startest du

Wenn ich Unternehmer durch den Veränderungsprozess begleite, wird langsam und strukturiert „aufgeräumt“ und der Rentabilitäts-Muskel des Unternehmens trainiert.

Dabei beobachte ich oft, dass der ERSTE SCHRITT am meisten bewegt.

 

Der erste Schritt ist der sichtbar gemachte ernsthafte Entschluss, auf ein bestimmtes Ziel zuzugehen.

 

Ich möchte dich einladen, die ersten kleinen Schritte hin zu mehr Gewinn in deinem Unternehmen mit mir gemeinsam zu gehen:

 

  1. Eröffne ein neues Konto (Sparkonto, Tagesgeldkonto), das nur dazu bestimmt ist, deinen Gewinn für dich zu sammeln
  2. Überweise wöchentlich 1% aller Einnahmen auf dieses Konto. Beschütze den anwachsenden Betrag mit deinem Leben, und lasse keinesfalls zu, dass er für andere Zwecke verwendet wird!
  3. Markiere in deinem Kalender am nächsten „Quartalsletzten“ (31. März, 30. Juni, 30. September oder 31. Dezember) einen „Termin mit dir selbst“.
    Überweise an diesem Tag die Hälfte des Betrages, der sich im vergangenen Quartal auf dem Gewinn-Konto angesammelt hat auf dein Privat-Konto und verwende dieses BESONDERE Geld für etwas, das dir RICHTIG GUT TUT! Feiere! Freu dich! Genieße es, dass du selbst dir dieses Geschenk gemacht hast.
  4. Wiederhole Schritt 1 – 3.


Jetzt wird es spannend: Was wirst du mit deinem allerersten Gewinn in „echtem Geld“ anstellen?

 

Für den einen ist es der Kaffee in der Sonne, für den anderen ein Wochenend-Trip oder das coole neue Smartphone, das man sich sonst nicht geleistet hätte.

 

Was immer es für dich ist – tu dir etwas gutes und achte darauf, dass dein Herz dabei vor Freude jubelt!

 

Alles Liebe und viel Erfolg,

Christine